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Tipp für private Bauherren:

Wer ein schlüsselfertiges Haus vom Bauträger kauft, der muss dazu gemäß der geltenden Makler- und Bauträgerverordnung (MABV) einen Zahlungsplan vereinbaren. In diesem Zahlungsplan ist geregelt, wann und in welcher Höhe Abschläge für das entstehende Haus bezahlt werden müssen. Zum Schluss fällig werden immer die sogenannte Bezugsfertigkeitsrate mit 8,4 Prozent der Vertragssumme und die Fertigstellungsrate in Höhe von 3,5 Prozent der Vertragssumme. Was aber, wenn der Bauherr vorher Mängel am Haus entdeckt? „Dann darf er einen Teil dieser Raten einbehalten“.

Während die Bauwirtschaft bislang davon ausging, dass der Bauherr nur von der letzten Zahlung etwas einbehalten dürfe, hatte der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich zu entscheiden, dass der Bauherr bei Mängeln sowohl die Bezugsfertigkeitsrate oder Teile davon als auch die Fertigstellungsrate einbehalten darf. Dem Bauherrn steht ein sogenanntes Leistungs-/Zahlungsverweigerungsrecht zu, und zwar in Höhe der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten zuzüglich eines angemessenen Druckzuschlags. „Sogar wenn das Haus trotz der Mängel bezugsfertig sein sollte, kann der Bauherr die Zahlung verweigern, wenn die voraussichtlichen Kosten für die Beseitigung des Mangels über die Höhe der Fertigstellungsrate von 3,5 Prozent hinausgehen.“ (BGH-Urteil vom 27.10.2011,VII ZR 84/09).

 

 

 

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